Evangelische Jugend Hamburg

Wir ist wo Du bist: [EJH]

Kinder haben Rechte

Die UN-Kinderrechtskonvention wurde auch von Deutschland unterschrieben. Seit Mai 2010 ist der vorher geltende Vorbehalt aufgehoben, sie gilt also jetzt in vollem Umfang.

Aus der Homepgae von UNICEF: Quelle: http://k-urz.de/fbca 

Den Charakter der Konvention prägen vier Grundprinzipien:

Das Recht auf Gleichbehandlung

Alle Artikel der Konvention gelten für jedes Kind der Welt. Kein Kind – in reichen wie in armen Ländern – darf benachteiligt werden, sei es wegen seines Geschlechts, seiner Herkunft und Abstammung, seiner Staatsbürgerschaft, seiner Sprache oder Religion, seiner Hautfarbe, aufgrund einer Behinderung, wegen seiner politischen Ansichten oder aus anderen Gründen. Das bedeutet zum Beispiel: Eheliche und nicht eheliche Kinder müssen rechtlich gleich gestellt werden. Ein ausländisches Kind darf nicht anders und nicht schlechter behandelt werden als ein einheimisches. Kinder ethnischer Minderheiten in einem Land müssen gleichen Zugang zu Schulen haben. (Artikel 2, Absatz 1)

Das Kindeswohl hat Vorrang
Wann immer Entscheidungen getroffen werden, die sich auf Kinder auswirken können, muss das Wohl des Kindes gemäß der Konvention vorrangig berücksichtigt werden. Das gilt für die Planung des Staatshaushalts ebenso wie für Straßenbauprojekte in einer Stadt. Kinder sind keine reine Privatangelegenheit. Die Förderung ihrer Entwicklung und ihr Schutz sind auch eine öffentliche Aufgabe. (Artikel 3, Absatz 1)

Das Recht auf Leben und persönliche Entwicklung
Das grundlegendste Menschenrecht ist das Recht auf Leben. Artikel 6 der Konvention verpflichtet die Staaten sogar, in „größtmöglichem Umfang“ die Entwicklung der Kinder zu sichern. Doch vielen Kindern wird dieses Recht verwehrt. Bis heute erleben Millionen von Kindern nicht einmal ihren fünften Geburtstag. Die meisten sterben an vermeidbaren oder leicht zu behandelnden Krankheiten – viele Todesfälle wären also mit einfachen Mitteln zu vermeiden. (Artikel 6)

Achtung vor der Meinung und dem Willen des Kindes
Kinder sollen als Personen ernst genommen und respektiert werden. Das bedeutet: Wenn Erwachsene – ganz gleich ob der Regierungschef, der Bürgermeister oder die Eltern – eine Entscheidung treffen, die Kinder berührt, müssen die Kinder ihrem Alter und ihrer Reife gemäß einbezogen werden. Sie dürfen erwarten, dass man sie anhört und ernst nimmt. Das heißt nicht, dass Kinderrechte gegen die Rechte der Eltern ausgespielt werden. Im Gegenteil: Die Konvention stärkt Eltern und andere darin, ihre Rolle auszufüllen und ihre Verantwortung gegenüber den Kindern wahrzunehmen. (Artikel 12)

Aus diesen Grundprinzipien ergeben sich viele Einzelrechte, die in drei Gruppen eingeteilt werden können:

Versorgungsrechte
Hierzu zählen unter anderem die Rechte auf Gesundheitsversorgung, Bildung, angemessene Lebensbedingungen, Ernährung und Kleidung, eine menschenwürdige Wohnung und auf soziale Sicherheit. Zu den wichtigsten Rechten von Kindern gehört das Recht auf einen Namen, auf Eintrag in ein Geburtsregister und auf eine Staatsangehörigkeit, kurz: auf eine persönliche Identität und rechtlichen Status als Bürger eines Landes. (Artikel 23-29, 7, 8)

Schutzrechte
eben angemessener Versorgung brauchen Kinder besonderen Schutz. Sie haben ein Recht auf Schutz vor körperlicher oder seelischer Gewalt, vor Misshandlung oder Verwahrlosung, grausamer oder erniedrigender Behandlung und Folter, vor sexuellem Missbrauch und wirtschaftlicher Ausbeutung. Die Staaten verpflichten sich, Kinder vor Entführung und Kinderhandel zu bewahren, ihnen im Krieg oder bei Katastrophen besonderen Schutz zu gewähren, Minderheitenrechte zu achten und Kinder nicht zum Tode zu verurteilen. (Art. 19-22, 30, 32-38)

Beteiligungsrechte
Kinder haben ein Recht auf freie Meinungsäußerung und auf freien Zugang zu Informationen und Medien. Sie haben Anspruch auf kindgerechte Information. Die Staaten müssen das Recht der Kinder auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit achten. Sie müssen die Privatsphäre und die persönliche Ehre von Kindern schützen. Kinder haben ein Recht auf Freizeit und Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben. (Art. 12-17, 31)

Kinderarmut und evangelische Jugendverbände im Raum der Nordkirche

abgehängt

Fachtag für Vorstände und Mitarbeitende sowie Engagierte und Interessierte
in den evangelischen Jugendverbänden
in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Samstag, 14. November 2015, 10-17 Uhr, in Hamburg - St. Georg
St. Ansgar Haus, Schmilinskystr. 78, 20099 Hamburg - St. Georg

10-11 Uhr Vortrag und Gespräch mit Landespastor Dirk Ahrens Leiter des Diakonischen Werks Hamburg
11-12 Uhr 3 x Praxisinput: Martin Fritz - AEJ-MV, Diakonin Petra Thiel - Schorsch Hamburg, Peter Kell - VCP Schleswig-Holstein
12-16 Uhr 4 Exkursionen und Begegnungen mit Projekten in Hamburger Stadtteilen, die sich für Kinder engagieren.
16 -17 Uhr Was haben wir verstanden – was sind unsere Schritte als Jugendverbände?

Diese Veranstaltung ist kostenfrei. Teil der Exkursion ist je ein kleiner Imbiss in den Einrichtungen. Spenden für die Einrichtungen sind willkommen. Der Tag wird veranstaltet von der AEJ-Schleswig Holstein in Kooperation mit vielen Partnern. Er ist Teil der AEJ-SH Mitgliederversammlung 2015.

Anmeldung bitte per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

hhej-Fachtag zum Thema Partizipation

hhej veranstaltet am 4.April 2014 einen Fachtag zum Thema Partizipation. Es gibt noch freie Plätze. Es besteht also noch die Möglichkeit, sich anzumelden:

Partizipation – anders gedacht, anders gemacht?!

Hamburger Fachtag für Verantwortliche in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit

Freitag, den 4.4.2014 von 9-16.30h

Auf dem interaktiven Fachtag geht es darum, sich von den langjährigen Erfahrungen mit Partizipationsprojekten und -methoden aus England anregen zu lassen (Referentin: Ariane Hoppler). Das in England Erprobte soll auf seine Übertragbarkeit auf evangelische Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg in den Blick genommen werden. Geplant ist u.a. die begleitete Entwicklung einer ersten eigenen Projektskizze.

Informationen: 

Ort: Haus der Kirche Niendorf | Max-Zelck-Straße 1 | 22459 Hamburg

Kosten: 20,- € incl. Mittagessen

Anmeldung:

- per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

- per Brief Anke Vonsien | Sekretariat | Fachstelle Kinder- & Jugendarbeit Jugendpfarramt in der Nordkirche | Königstr. 54 | 22767 Hamburg

Fragen an:

- Fachstelle Kinder- & Jugendarbeit - Jugendpfarramt in der Nordkirche | Dr. des Cora Herrmann | 040/ 306 201 371

- Arbeitsstelle Ev. Jugend Kirchenkreis Hamburg-Ost | Carsten Sülter | 040/ 519 000 861

- Ev. Jugendpfarramt Hamburg-West/Südholstein | Ute Andresen | 040/ 58 950 241

Thema Beteiligung bei der VV 2013

Wie kann das Mitbestimmungsrecht von Jugendlichen verbessert werden? Wo wollen wir Mitreden? Was muss sich ändern?

EJH-VV-2013-10-26 11Das war das Thema der VollVersammlung 2013. 42 Leute aus allen Ecken Hamburgs waren bei der  dabei. Es gab eine Menge Informationen in der großen Runde und heiße Diskussionen in kleinen Gruppen. In Bezug auf das Thema Mitbestimmung / Partizipation wurden viel diskutiert. Die Ergebnisse:

Alle Gemeinden sollen einen Jugendausschuss bekommen. Wichtig ist dabei der Kontakt zum KGR (Kirchengemeinderat). Alle Gruppen sollen darin zusammenarbeiten. Teamer_innen, Hauptamtliche und Konfis sollen vertreten sein. Die Freiwilligkeit muss gewährleistet sein. Hauptamtliche müssen noch dabei sein. 

Wo nur Jugendliche sind, sollten auch nur Jugendliche bestimmen. Entsprechend bei den Kindern z.B "Kindervollversammlung" (siehe Kirchengemeinde Niendorf).

Vertreter_innen von Ehrenamtlichen sollten gewählt werden und mitreden bei

  • der Einstellung von Hauptamtlichen
  • Finanzen / Nicht zu viel Verantwortung / ABER: mitreden wofür das Geld ausgegeben wird!
  • Personal-Entscheidungen auf Kirchenkreis-Ebene
  • Jeder darf Vorschläge machen z.B. zu
  • JuGos, KiGos, SchulGos
  • Freizeiten (Ort und Programm)
  • "Veto- Recht"

Über Entwicklungen auf allen Ebenen der Kirche sollte mehr informiert werden. Jugendliche wollen wissen: Was passiert eigentlich?

Jugendliche als Teil der Kirche müssen wahrgenommen werden, auch wenn der Anteil an Jugendlichen geringer ist im Vergleich zu Senioren. Berührungsängste sollten abgebaut werden.

Noch mehr über die Ergebnisse und die Aufträge an den [EJH] Vorstand kannst Du hier finden.